Wandaquarium Pflege

Wandaquarien dienen als dekorative Elemente in modernen Wohnräumen und sorgen für ein spannendes Ambiente. Doch schnell stellt sich die Frage, mit welchen Methoden die Reinigung realisiert werden kann. Bestehen Unterschiede zu einem klassischen Aquarium und ist der Aufwand eventuell höher? Diese Frage wird in den meisten Fällen mit „Ja“ beantwortet, da die Wandaquarien in der Regel schlechter zugänglich sind. Je schmaler und tiefer das Behältnis ist, desto komplizierter gestaltet sich die Pflege. Doch mit der richtigen Technik und ein wenig Übung lässt sich auch die Reinigung vom Wandaquarium effektiv realisieren.

Wie oft muss ich das Wandaquarium reinigen?

Einige Hersteller von Wandaquarien geben an, dass es ausreichend ist, das Behältnis rund 1 Mal pro Jahr zu reinigen. Dies trifft jedoch nicht zu, unabhängig davon, ob sich im Becken Tiere befinden oder nicht. Die Wasserqualität wäre in diesem Fall nicht mehr ausreichend und es würden sich zudem an der Scheibe grüne oder schwarze Ablagerungen bilden. Im Allgemeinen empfiehlt es sich, das Wandaquarium in einem Abstand von rund zwei bis sechs Wochen zu reinigen.

Wie reinige ich das Wandaquarium?

Die genaue Vorgehensweise hängt von der Größe und der Ausstattung des Wandaquariums ab. Größere Becken verfügen oftmals über eine Beleuchtung und eine Heizung. Vor der Reinigung müssen in diesem Fall alle elektrischen Geräte vom Netz getrennt werden. Anschließend wird das Aquarium geöffnet, sodass der Innenraum zugänglich ist. Sind an den Abdeckplatten Kalkflecken zu sehen, dann lassen sich diese mit Essigwasser oder einem Kalkentferner beseitigen. Um alle Rückstände des Reinigungsmittels zu entfernen, müssen Sie in jedem Fall mit ausreichend klarem Wasser nachspülen. Ein Algenmagnet dient im Anschluss hieran dazu, die Scheiben von Algen zu befreien.

Nach der Reinigung der Scheiben werden im Becken vorhandene Pflanzen gepflegt. Abgestorbene Pflanzenblätter müssen entfernt werden, damit die Wasserpflanzen neue Kraft schöpfen können und ansprechend aussehen. Hochgewachsene Pflanzentriebe müssen ebenfalls abgeknipst werden. Oftmals haben die Fische zudem die Wurzeln von den Pflanzen durch Aufwühlen freigelegt, sodass Sie diese wieder einpflanzen und mit Kieseln bedecken müssen. Um den Mulm auf dem Boden abzusaugen, eignet sich ein Bodengrundreiniger. Ist das Wandaquarium mit einem Filter versehen, dann muss dieser ebenfalls vom Pflanzenmaterial befreit werden. Während Sie die Reinigung durchführen, werden rund 1/3 des Wassers abgesaugt. Dabei müssen Sie darauf achten, kleinere Fische nicht mit aufzusaugen. Wenn Sie einen transparenten Schlauch verwenden, dann können Sie am besten darauf Acht geben, dass kein Fisch versehentlich aufgesaugt wird. Zusätzlich hängen Sie vor das Schlauchende ein Fischnetz, um abgesaugte Tiere einfangen zu können. Als nächstes wird ein eventuell vorhandener Filter gereinigt. Das genaue Vorgehen ist vom jeweiligen Filtertyp abhängig. Wichtig ist, zunächst einmal die Stromzufuhr zu unterbrechen. Im Durchschnitt benötigen geübte Wandaquarienbesitzer zum Reinigen des Filters rund 10 Minuten, bei der ersten Durchführung sollte man circa 30 Minuten einplanen. Nachdem das Becken von innen gereinigt wurde, muss nun die Außenseite gereinigt werden. Hierfür wird zunächst erst einmal für einen sicheren Verschluss des Beckens gesorgt, damit keine Reinigungsmittel in den Innenraum gelangen können. Für Glasscheiben kann anschließend ein Fensterreinigungsmittel verwendet werden.

Das Wasser beim Wandaquarium wechseln

Im stehenden Wasser des Aquariums können sich Bakterien bilden, weswegen ein Wechsel auch ohne enthaltene Fische notwendig ist. Leben Tiere im Becken, dann muss die Reinigung noch häufiger stattfinden, da sich Futterreste und Kot ansammeln. In diesem Fall gilt: Je mehr Fische im Becken leben, desto häufiger muss beim Wandaquarium das Wasser gewechselt werden. Pflanzen verbessern die Wasserqualität, was zu einer verlängerten Verweildauer des Wassers im Becken führt. Leben Fische im Becken, dann sollten Sie nicht das gesamte Wasser austauschen, sondern rund 1/4 bis 1/3. Dieses wird im Rahmen der Bodengrundreinigung abgesaugt und durch Leitungswasser ersetzt. Da in dem neuen Wasser Chlor enthalten ist, sollten Fische 3/4 bis 2/3 des alten Wassers behalten. Bei tierfreien Aquarien kann der gesamte Wasserbestand ausgetauscht werden. Um die Qualität des Wassers zu optimieren, werden im Handel Wasseraufbereitungsmittel angeboten, die den Chlorgehalt optimieren und Metallionen binden. Auch der pH-Wert muss bei einem Wasserwechsel beachtet werden und lässt sich durch das Aufbereitungsmittel verändern. Für Fische ist es lebenswichtig, dass alle Wasserwerte optimal sind. Hierzu gehören in jedem Fall die Temperatur, der pH-Wert und die Wasserhärte.

Automatische Wandaquarien mit Selbstreinigung

Ist das Wandaquarium mit einer Selbstreinigung ausgestattet, dann verringert sich der Reinigungsaufwand. Zudem verfügen einige System über eine Fütterungsautomatik, LCD-Anzeigen der Wasserwerte und Fernbedienungen. Dies vereinfacht den Betrieb der Aquarien und ist auch bei einer längeren Abwesenheit während einer Urlaubsfahrt von Vorteil.

Die Reinigung von Wandaquarien ähnelt der Reinigung und der Pflege von klassischen Aquarien. Beachtet werden müssen die jeweiligen Besonderheiten des Wandaquariums. Oftmals kann es aufwendig sein, das Becken zu öffnen oder die Zugänge sind schwer zugänglich. Dies erschwert die Handhabung. Auf der anderen Seite bedeutet ein kleines Becken auch ein verringertes Wasservolumen und eine kleinere Grundfläche. Dies wiederum verkürzt den Zeitaufwand bei der Reinigung. Handelt es sich zudem um ein Wandaquarium ohne Fische, dann ist der Aufwand ebenfalls geringer, da sich kein Kot und keine Futterreste im Becken angesammeln. Vor dem Kauf eines Wandaquariums sollten Sie sich die Konstruktionsform des jeweiligen Modells anzusehen, um die Zugänglichkeit und somit den Aufwand bei der Reinigung abschätzen zu können.