Pflanzenbesatz im Wandaquarium

Tipps für den Pflanzenbesatz im Wandaquarium: Klein und fein. Ein Wandaquarium bietet dem Beobachter eine faszinierende Aquawelt und sorgt gleichzeitig für einen außergewöhnlichen Blickfang. Das Wandaquarium stellt aufgrund der Größe und geringen Wassermenge besondere Anforderungen an das Ökosystem. Wenn Sie ein Wandaquarium einrichten möchten, gibt es ein paar Tipps, die es zu beachten gilt, damit Sie nachhaltig Freude haben. Wie gehen Sie richtig vor und welche Pflanzen eignen sich, um ein Wandaquarium einzurichten?

Wandaquarium einrichten

Das Wandaquarium ist zwar kleiner, benötigt jedoch ebenso viel Sorgfalt bei der Einrichtung wie ein großes Modell. Die Wasserbewohner sollen sich wohl fühlen und benötigen ein artgerechtes Zuhause. Haben sie sich für ein Modell entschieden, sollten Sie bereits beim Standort wählerisch sein. Das Wandaquarium sollte keinesfalls direkt vor einem Fenster seinen Platz finden, denn hier kann es zu starken wetterbedingten Temperaturschwankungen kommen. Weiter ist ein sicherer Aufstellort zu wählen, der keinen permanenten Durchgangsverkehr aufweist und an dem Sie nicht an das Aquarium stoßen, es aber gut beobachten und pflegen können. Ist das Wandaquarium an seinem Platz, können Sie mit dem Installieren der Technik beginnen. Bei der Inbetriebnahme der Technik sollten Sie sich an die Bedienungsanleitung des Herstellers halten, statt selbst einfach loszulegen. Falls Sie wenige schwere Wurzeln oder größere Steine einbauen möchten, sollten Sie eine Styroporplatte unterlegen. Diese wird auf den Boden des Wandaquariums gelegt und Aufbauten sind ebenfalls zu befestigen. Nun können Sie den Bodengrund einbringen. Kies in verschiedener Körnung oder Aquariensand eignen sich hervorragend als Bodengrund. Eventuell können Sie ein klein wenig Pflanzendünger einbringen, damit die zarten Pflänzchen besser bedeihen können.

Welche Wasserpflanzen sind für das Wandaquarium geeignet?

Der Wandaquarium Besatz ist bei einem kleinen Modell besonders sorgfältig auszuwählen. Idealerweise machen Sie sich im Vorfeld einen Plan, wo Sie überhaupt Wasserpflanzen einsetzen möchten und welche Größe diese haben sollten. Wasserpflanzen müssen in den Bodengrund gepflanzt werden. Am besten machen Sie sich auf Ihrem Plan eine Markierung. So wissen Sie, an welcher Stelle die Pflanzen sein sollen, und können gleichzeitig die Anzahl überschauen, was Fehlkäufe vermeidet.

Verschiedene Pflanzenarten

Bei dem Wandaquarium Besatz wird zwischen Vorder,- Mittel- und Hintergrundpflanzen unterschieden. Aquarienpflanzen sorgen nicht nur für eine optische Aufwertung, sondern sind wichtig für das biologische System des Aquariums. Eine Aquariumspflanze ist nicht wie die andere. Bei einem Wandaquarium sind andere Pflanzen erforderlich als bei einem größeren Modell. Wichtig ist, dass Sie zwischen Vordergrund,- Mittelgrund,- und Hintergrundpflanzen unterscheiden.

Vordergrundpflanzen

Der Wandaquarium Pflanzen Besatz für den vorderen Teil sollten Sie Pflanzen wählen, die möglichst klein sind und bleiben. Diese Merkmale sind wichtig, da die kleinbleibenden Pflanzen den Blick auf das Wandaquarium nicht stören. So können Sie die Aquarianer wie Schnecken, Fische oder Wirbellose in Ihrem Aquarium besser beobachten. Ergänzen Sie den Wandaquarium Pflanzen Besatz mit Hintergrund,- und Mittelgrundpfanzen, ergibt sich durch diese Anordnung ein reizvolles Bild, das optische Tiefe suggeriert. Für das Wandaquarium sollten Sie tatsächlich ganz kleine Pflanzen im Vordergrund pflanzen, die nichts an Variantenreichtum und Vielfalt einbüßen müssen. Es eignen sich als Vordergrundpflanzen zum Beispiel „kleine Wasserkelche“. Etwas anspruchsvollere Pflanzen sind die „Zwergnadelsimse“ oder die „grasartige Zwergschwertpflanze“. Beliebt und robust ist ebenfalls der „kurzstängelige Wasserfreund“. Die Fauna im Wandaquarium stellt spezifische Ansprüche an das jeweilige Lebensumfeld. Vordergrundpflanzen eignen sich, um einzeln oder in Gruppen gepflanzt zu werden. Falls Sie kleine Gruppen pflanzen möchten, sind ein paar Zentimeter Abstand zwischen den Pflänzchen nötig. Einige Arten sorgen mit der Zeit alleine dafür, dass sich eine zusammenhängende Begrünung entwickelt, was natürlich und reizvoll wirkt. Vordergrundpflanzen werden auch als „bodendeckende Pflanzen“ bezeichnet, denn sie bilden mit der Zeit einen hübschen Teppich über dem Boden des Wandaquariums. Für ein optisch ansprechendes Bild sorgen gepflegte Pflanzen. Ein besonderer Blickfang ist die „Mooskugel“. Diese Pflanze ist eigentlich ein kleiner Ball, der aus Algen besteht. Die Mooskugel müssen Sie nicht einpflanzen, denn sie wird einfach auf den Boden gelegt. Wichtig ist, dass die Mooskugel ab und an bewegt wird. Durch die Bewegung verhindern Sie, dass die Mooskugel welke Stellen entwickelt. Zudem behält die Mooskugel ihre Form, wenn Sie sie regelmäßig bewegen. Mooskugeln sind nicht nur ein optischer Eyecatcher, sondern werden auch von Garnelen geliebt. Diese Tiere suchen auf der Oberfläche der Mooskugel ihre Nahrung, was für Beobachter interessant ist. Aufgrund der besonderen Form sollte die Mooskugel als Vordergrundpflanze nicht fehlen. Falls Sie Aquarium Kiesel verwenden, sorgen Mooskugel und andere Pflanzen für einen schönen Kontrast.

Mittelgrundpflanzen

Die Fauna im Wandaquarium wird auch von Mittelgrundpflanzen bestimmt. Die Mittelgrundpflanzen sind auf den Pflanzenbesatz abzustimmen. Mittelgrundpflanzen sind im Gegensatz zu den kleinen Minivordergrundpflanzen etwas größer und ausladender. Ordnen Sie die Vorder,- Mittel,- und Hintergrundpflanzen geschickt an, so erzeugen Sie eine optische Tiefe, auch wenn das Wandaquarium kleiner ist. Bei der Auswahl der Mittelgrundpflanzen sollten Sie darauf achten, dass diese nicht zu gehaltvoll und kompakt wachsen, denn sonst könnten sie den Blick auf die Hintergundpflanzen verdecken. Zudem können zu große Mittelgrundpflanzen den Vordergrundpflanzen das Licht rauben, was lebensnotwendig ist. Als Mittelgrundbepflanzung eignen sich der „Javafarn“ oder „Anubias“. Auch „Pogostemon Helferi“ und die „Nadelsimse“ sind dankbare Pflanzen für den mittleren Bereich, die für eine hübsche Begrünung sorgen. Mittelgrundpflanzen müssen wie auch die anderen Sorten in Ihrem Wandaquarium regelmäßig beschnitten werden, damit sie nicht ausufern. Anfängern ist zu empfehlen, sich zunächst auf unkomplizierte Pflanzen zu beschränken. Falls Sie schöne Grünschattierungen wünschen, ist darauf zu achten, dass die ausgewählten Mittelpflanzen nicht nahezu dieselbe Farbe aufweisen. Selbst kleinste Farbunterschiede kommen im Wasser besonders gut zur Geltung und schaffen ein natürliches sowie lebendiges Bild. Je nach Geschmack lohnt es sich, Pflanzen zu wählen, die einen rötlichen Farbton zeigen und auffällige Akzente setzen. Mittelgrundpflanzen können in Gruppen oder Einzelstellung gepflanzt werden, wodurch Sie eine satte Begrünung erreichen.

Hintergrundpflanzen

Die Seitenwände des Aquariums bestehen aus Glas, das bestens geeignet sind, eine Blick auf das Innere freizugeben. Die Hintere Wand ist besonders zu gestalten, denn sie versteckt häufig Apparaturen, die dahinter verlaufen. Hintergrundpflanzen eignen deshalb aufgrund der Kombination aus Optik sowie Funktion, denn sie sind in der Regel größer als die übrigen Pflanzen und können die komplette Rückseite bedecken. Ideal ist es, wenn diese Pflanzen mit der Zeit bis an die Wasseroberfläche reichen. Deshalb ist es von Vorteil, dass die Hintergrundpflanzen recht schnell wachsen. Hintergrundpflanzen sind sehr gut für die Wasserwerte Ihres Wandaquariums, wobei das schnelle Wachstum bei einem kleinen Modell zum Problem werden kann. Deshalb sind kleinere Exemplare empfehlenswert und ein regelmäßiges Beschneiden vorteilhaft. Zur Hintergrundbepflanzung eignen sich der „Indische Wasserfreund“, der „Kirschblatt-Riesenwasserfreund“, das „breitblättrige Speerblatt, die „Große Amazonas-Schwertpflanze“ oder das „Hornkraut“. Da die Hintergundpflanzen am größten werden, sollten Mittel,- und Vordergrundpflanzen gewählt werden, die mit eventuellen Verschattungen keine Probleme haben. Hintergrundpflanzen sind auch für die Bewohner wichtig, denn Sie bieten eine Möglichkeit, sich zu verstecken und zurückzuziehen. Dank des Wurzelwerkes können Sie die Hintergrundpflanzen einfach in den Boden einpflanzen. Beim Einpflanzen sollten sie vorsichtig sein, denn die Hintergrundpflanzen sollen optimale Entwicklungsmöglichkeiten erhalten. Hintergrundpflanzen ohne Wurzeln müssen anders befestigt werden. Meist sind schon kleine Steine ausreichend. Trotzdem ist es ratsam, den Halt regelmäßig zu kontrollieren, damit sich die Hintergrundpflanzen nicht lösen und die Gesamtgestaltung in unerwünschter Weise ändern.

Wasserwerte

Pflanzen und Tiere stellen je nach Art eigene Ansprüche an die Wasserwerte. Leider können Sie nicht aufgrund der reinen Beobachtung die Wasserwerte überprüfen. Bewohner des Aquariums können nur dann richtig gedeihen, wenn optimale Wasserwerte vorhanden sind. Sie können sich die Überprüfung der Wasserwerte mit speziellen Tests erleichtern, die Sie allerdings in regelmäßiger Abfolge durchführen sollten. In der Regel werden der PH-Wert, die Gesamthärte, die Karbonathärte, das Vorkommen von Nitrat und Nitrit sowie der Kohlenmonoxidgehalt in einem Test überprüft. Besonders, wenn Sie das Becken gerade erst eingefahren haben, sollten Sie die Konzentration von Nitrit im Wasser sorgfältig beobachten. In der Einlaufphase ist im Wandaquarium Nitrit normal. Allerdings ist es giftig für Pflanzen und Fische. Bevor Sie Bewohner einsetzen, sollten Sie abwarten, bis sich die Situation normalisiert hat. Das biologische System in einem Wandaquarium wird künstlich erzeugt, weshalb es extrem sensibel und anfällig ist. Möchten Sie sicher sein, dass optimale Bedingungen herrschen, sollte ein regelmäßiger Wassertest auf dem Programm stehen. So können Sie auch übermäßigen Algenbewuchs verhindern und eventuell regulierende Maßnahmen einleiten. Auch ein Aquarium Kiesel benötigt regelmäßige Wassertests, um ein optimales Klima für Pflanzen und Tiere zu bieten.

Wasserreinigung

Der Filter sorgt dafür, dass sich Verunreinigungen im Aquarienwasser herausgefiltert werden. Pflanzen leisten einen wichtigen Dienst für das biologische Gleichgewicht, doch der Filter ist dafür verantwortlich, dass dies so bleibt. Der Filter übernimmt in einem Aquarium nicht nur die Reinigungsfunktion, sondern ist auch ein idealer Ort, an dem sich wichtige Bakterien ansiedeln. Bakterien siedeln sich im Wandaquarium erst mit der Zeit an. Das ist auch ein Grund dafür, warum das Wandaquarium erst eine Zeit lang einzufahren ist. Bakterien sind für das Wandaquarium wichtig, weshalb Sie bei etwaigen Reinigungen darauf achten sollten, dass nicht alle Bakterien entfernt werden. Auch bei einem neuen Wandaquarium sollten Sie den Filter von Beginn an laufen lassen. Der Filter sorgt für eine gewünschte Wasserqualität von Anfang an.

Steine als Dekoration

Neben dem Pflanzenbesatz bieten Steine optische Auflockerungen und sorgen dafür, dass Mikroorganismen sich entwickeln können. In einem Wandaquarium können Mini-Exemplare besonders reizvoll aussehen. Als Dekosteine eignen sich Schiefersteine, Lavasteine oder Lochgestein. Sie können generell alle Steinarten wählen, die sich für die Aquaristik eignen. Lochgestein hat einen besonders hohen Kalkgehalt, weswegen nur sehr kleine und wenige Steine dieser Art eingesetzt werden sollten. Besonders edel sieht es aus, wenn Sie sich die Mühe machen und um die kleinen Steine ein wenig Moos aufbinden. Selbst kleine Steine lassen sich gut mit Löchern versehen, in die Sie effektvoll Pflanzen einsetzen können.